So leitest du dein Telefon um
Eine Rufumleitung schickt ankommende Anrufe an eine andere Nummer. Du stellst sie am Telefon mit einer Tastenfolge ein, in jedem Mobilfunknetz nach demselben Muster. Hier stehen die Codes, die Abfrage und der Weg zurück.
Umleitung einrichten
Deine bisherige Rufnummer bleibt, wie sie ist. Du leitest Anrufe mit einem kurzen Code an deine Anruf-Guru-Nummer weiter, den du einmal am Telefon eintippst. Die fertigen Codes zum Kopieren findest du nach der Anmeldung in der App.
Die Codes funktionieren mit dem Router deines Anbieters. Mit einer Fritzbox stellst du die Umleitung in der Box ein. Details je Anbieter: Telekom, o2.
Öffne auf dem Handy die Telefon-App, so als wolltest du eine Nummer wählen.
Nimm den Hörer ab und warte auf das Freizeichen.
Tippe den Code ein.
Du gehst weiter selbst ans Telefon. Erst wenn du besetzt bist, nicht abhebst oder das Telefon aus ist, übernimmt Anruf Guru. Für die meisten die richtige Wahl.
**004*deine-anruf-guru-nummer**20#Die Zeichen * und # gehören dazu. Statt deine-anruf-guru-nummer tippst du deine Nummer aus der App ein.
Nicht abgehoben
*61*deine-anruf-guru-nummer*20#Besetzt
*67*deine-anruf-guru-nummer#Die Zeichen * und # gehören dazu. Statt deine-anruf-guru-nummer tippst du deine Nummer aus der App ein.
Am Festnetz richtest du beide Fälle einzeln ein. Die Klingelzeit übernimmt nicht jeder Anbieter, bei o2 sind es fest etwa 15 Sekunden.
Jeder Anruf geht sofort an Anruf Guru, dein Telefon klingelt nicht mehr. Praktisch im Urlaub, nach Feierabend oder wenn du ungestört arbeiten willst.
**21*deine-anruf-guru-nummer#Die Zeichen * und # gehören dazu. Statt deine-anruf-guru-nummer tippst du deine Nummer aus der App ein.
*21*deine-anruf-guru-nummer#Die Zeichen * und # gehören dazu. Statt deine-anruf-guru-nummer tippst du deine Nummer aus der App ein.
Am sichersten prüfst du es so: Ruf deine Nummer von einem anderen Telefon an und lass es klingeln.
Zusätzlich fragen diese Codes das Netz, ob eine Umleitung aktiv ist und wohin sie geht. Die Antwort zeigt das Handy nach kurzer Zeit als Meldung an.
- Alle Anrufe
*#21#- Nicht abgehoben
*#61#- Besetzt
*#67#- Nicht erreichbar
*#62#
Am Festnetz gibt es dafür keinen einheitlichen Abfrage-Code.
Diese Codes schalten die Umleitung wieder aus. Anrufe kommen danach wieder nur bei dir an.
- Alle Umleitungen
##002#- Wenn du nicht rangehst
##004#- Alle Anrufe
##21#
- Alle Anrufe
#21#- Nicht abgehoben
#61#- Besetzt
#67#
Drück die grüne Hörer-Taste. Nach kurzer Zeit bestätigt das Netz mit einer Meldung wie „Rufumleitung aktiviert“.
Warte die Ansage ab. Sie bestätigt die Umleitung und nennt die Zielnummer.
Drei Fälle, und du willst meistens den zweiten
Bevor du irgendeinen Code eintippst, entscheide, wann umgeleitet werden soll. Es gibt nicht „die” Rufumleitung, es gibt vier verschiedene, und sie fühlen sich für deine Anrufer völlig unterschiedlich an.
| Fall | Wann er greift | Was der Anrufer merkt |
|---|---|---|
| Sofort | Immer. Dein Telefon klingelt gar nicht mehr | Er hört es kurz klingeln, dann meldet sich das Umleitungsziel |
| Bei Nichtmelden | Du gehst nicht ran | Es klingelt bei dir. Erst nach der eingestellten Zeit wird umgeleitet |
| Bei Besetzt | Du telefonierst gerade | Kein Besetztzeichen. Der Anruf geht direkt weiter |
| Bei Nichterreichbar | Handy aus, Flugmodus, Funkloch | Der Anruf geht sofort weiter |
Die drei unteren Fälle heißen zusammen bedingte Rufumleitung. Du kannst sie gleichzeitig aktiv haben, und genau so wird es in der Praxis gemacht: klingeln lassen, und wenn niemand rangeht, übernimmt das Ziel.
Der erste Fall ist der harte: unbedingte Rufumleitung. Dein Telefon bleibt still. Sinnvoll im Urlaub, im Termin, auf der Baustelle.
Wie ein Code aufgebaut ist
Die Tastenfolgen sind kein Trick und keine Erfindung eines Anbieters. Sie stehen im Mobilfunkstandard 3GPP TS 22.030 und funktionieren deshalb in jedem GSM-Netz gleich. Telekom, Vodafone und o2 veröffentlichen dieselben Codes auf ihren eigenen Hilfeseiten. Der Aufbau ist immer gleich: Das Zeichen vorn sagt, was du tun willst, dann kommt die Dienstkennung, dann die Zielnummer.
| Was du willst | Aufbau | Beispiel |
|---|---|---|
| Einrichten | **Kennung*Nummer# |
**21*01701234567# |
| Abfragen | *#Kennung# |
*#21# |
| Ausschalten | #Kennung# |
#21# |
| Löschen | ##Kennung# |
##21# |
Nach dem letzten # drückst du die grüne Hörertaste, als würdest du eine Nummer anrufen. Das Telefon wählt nicht, sondern zeigt nach ein bis zwei Sekunden eine Bestätigung an.
Die Zielnummer gibst du komplett ein, mit Vorwahl, ohne Leerzeichen. Bei Zielen im Ausland mit 00 oder + davor.
Die Dienstkennungen
| Fall | Einrichten | Löschen |
|---|---|---|
| Sofort | **21*Nummer# |
##21# |
| Nichtmelden | **61*Nummer# |
##61# |
| Besetzt | **67*Nummer# |
##67# |
| Nicht erreichbar | **62*Nummer# |
##62# |
| Alle bedingten | **004*Nummer# |
##004# |
| Alle zusammen | **002*Nummer# |
##002# |
Nummer ersetzt du durch das Ziel, auf das umgeleitet werden soll. Abgefragt wird mit derselben Kennung zwischen *# und #, also *#21#, *#61#, *#67# und *#62#.
##002# ist der Notausgang. Der Code löscht jede Rufumleitung, die auf deiner Nummer liegt, egal wer sie eingerichtet hat und wann. Wenn du nicht mehr weißt, was du vor drei Monaten eingestellt hast: den eintippen, grüne Taste, fertig.
**004*Nummer# ist die Abkürzung für den Alltag. Ein Code, und die drei Fälle „nicht rangegangen”, „besetzt” und „nicht erreichbar” zeigen alle auf dasselbe Ziel. Dein Telefon klingelt weiter ganz normal.
Wie lange soll es vorher klingeln?
Beim Fall „bei Nichtmelden” kannst du die Wartezeit mitgeben. Sie steht ganz am Ende, hinter einem zusätzlichen *:
**61*Nummer**20#
Das sind 20 Sekunden Klingeln, bevor umgeleitet wird. Telekom, Vodafone und o2 nennen übereinstimmend 5 bis 30 Sekunden in Fünferschritten, also 5, 10, 15, 20, 25 oder 30.
Der Standardwert, wenn du nichts angibst, ist je nach Netz verschieden: Die Telekom nennt 15 Sekunden, o2 nennt 10. Prüfe hinterher mit *#61# nach, was tatsächlich gespeichert wurde.
20 Sekunden sind ein guter Startwert: lang genug, um das Telefon aus der Tasche zu holen, kurz genug, dass der Anrufer nicht vorher auflegt.
Prüfen, was eingestellt ist
Tippe *#21# und drücke die grüne Taste. Das Telefon fragt beim Netz nach und zeigt an, ob die Umleitung aktiv ist und auf welche Nummer. Dasselbe geht mit *#61#, *#67# und *#62#.
Die Antwort kommt vom Netz, nicht vom Telefon. Sie stimmt also auch dann, wenn du die Umleitung an einem anderen Gerät oder im Kundenportal eingerichtet hast.
Zweiter Test, der mehr sagt als jede Anzeige: ruf dich selbst von einem anderen Telefon an. Bei „sofort” darf es bei dir nicht klingeln. Bei „bei Nichtmelden” lässt du es durchklingeln und schaust auf die Uhr.
Wieder abschalten
##002#, grüne Taste. Damit ist alles weg.
Wenn du gezielter vorgehen willst, nimm die Kennung des Falls, den du loswerden willst: ##21# für die sofortige Umleitung, ##61# für die bei Nichtmelden.
Der Unterschied zwischen #21# und ##21#: Das einfache # schaltet nur ab, die Zielnummer bleibt gespeichert und du kannst sie später mit *21# wieder einschalten. Das doppelte ## löscht auch das Ziel.
Rufumleitung, Anrufweiterschaltung, Rufweiterleitung
Drei Wörter, eine Sache. Die Anbieter benutzen sie unterschiedlich, und das erschwert die Suche.
- Die Telekom spricht von Anrufweiterleitung.
- Vodafone nennt es Anrufumleitung.
- Apple schreibt Rufweiterleitung.
- AVM trennt bei der Fritzbox zwei Dinge sauber: Die Rufumleitung führt die Box selbst aus, die Anrufweiterschaltung liegt „in der Vermittlungsstelle Ihres Telefonieanbieters”.
Diese letzte Unterscheidung ist die einzige, die technisch etwas bedeutet. Alles andere ist Wortwahl.
Was kostet eine Rufumleitung?
Die Umleitung selbst kostet nichts. Was Geld kostet, ist das zweite Telefonat, das dabei entsteht: Der Anruf geht bei dir ein und läuft von dort zur Zielnummer weiter. Dieses zweite Stück zahlst du.
Die Telekom formuliert es für den Mobilfunk so, abgerufen am 18.09.2026: auf die Mobilbox „kostenlos”, auf eine andere Rufnummer „Kosten wie für einen normalen Anruf, abhängig von Ihrem Tarif”.
o2 schreibt zum selben Punkt: „Die Kosten für die Rufumleitung trägst du selbst, wenn die Anrufe nicht zu einer Mailbox gehen. Eine Telefon-Flatrate greift hier leider nicht.”
Für deine Anrufer ändert sich nichts. Sie zahlen wie immer den Anruf zu deiner Nummer.
Zwei Fälle, in denen es teuer werden kann: ein Ziel im Ausland, und du selbst im Ausland. Bei aktiver Umleitung im Roaming zahlst du laut o2 die Weiterleitung zum ausländischen Netz und die Rückumleitung nach Deutschland.
Anleitung für deinen Anbieter und dein Gerät
Die Codes sind überall gleich, die Portale und Menüs nicht. Und beim Festnetz wird es ohnehin anbieterabhängig.
- Rufumleitung bei der Telekom: Mobilfunk, Festnetz und das Telefoniecenter
- Rufumleitung bei Vodafone: Codes und die MeinVodafone-App
- Rufumleitung bei o2: Codes und Mein o2
- Rufumleitung am iPhone: der Weg über die Einstellungen und was dort fehlt
- Rufumleitung in der Fritzbox: für alle, die ihr Festnetz über die Box laufen lassen
Wohin du umleitest, entscheidet, was danach passiert
Der Code ist der einfache Teil. Die eigentliche Frage ist, was am anderen Ende der Leitung sitzt.
Auf die Mailbox umgeleitet heißt: Du hast später eine Aufnahme, die du abhören musst, ohne zu wissen, ob sie wichtig ist. Auf ein zweites Handy umgeleitet heißt: Es klingelt nur woanders.
Anruf Guru ist ein Umleitungsziel, das die Nachricht nicht nur aufnimmt, sondern auswertet: Termine mit Tag und Uhrzeit landen im Google Kalender, alles andere wird ein Ticket in Stichworten, Eiliges kommt per SMS. Wie das im Ablauf aussieht, steht unter So funktioniert’s.
Deine Nummer bleibt dabei deine Nummer. Du leitest sie nur um, mit genau den Codes, die oben stehen.
Quellen
Alle Angaben zu anderen Anbietern stammen von deren eigenen Seiten, abgerufen am genannten Datum.
- 3GPP TS 22.030 V13.0.0, Abschnitt 6.5.2 und Annex B: Aufbau der MMI-Codes und Dienstkennungen für Call Forwarding , abgerufen am 18. September 2026
- Telekom Hilfe: Mobilfunk-Steuercodes (Seitenstand 03.09.2026) , abgerufen am 18. September 2026
- Telekom Hilfe: Was kostet eine Anrufweiterleitung? , abgerufen am 18. September 2026
- Vodafone: Service-Codes, die praktischsten Tricks für dein Smartphone , abgerufen am 18. September 2026
- o2 Business Service: Rufumleitung , abgerufen am 18. September 2026
- o2 Ratgeber: Rufumleitung Android , abgerufen am 18. September 2026
- Apple Support, iPhone-Benutzerhandbuch: Rufweiterleitung auf dem iPhone einrichten , abgerufen am 18. September 2026
- AVM Wissensdatenbank, Dokument 51: Rufumleitung in FRITZ!Box einrichten , abgerufen am 18. September 2026
